Urnäscher Kirchenkonzerte Programm 48. Saison

das junge kammer­orchester ostschweiz

233. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

27. Nov. 2016 Sonntag 18.30 Uhr

Werke von Joseph Haydn, Robert Fuchs und Noldi Alder

  • Raphael Maximilian Honegger – Dirigent
  • Susanne Bolt – Pianistin
  • Noldi Alder – Komponist

Joseph Haydn (1732–1809)

Klavierkonzert D-Dur Hob. XCIII:11

Robert Fuchs (1847–1927)

Serenade für Streichorchester Nr. 3 e-moll, op. 21

Noldi Alder (1953*)

Suite für Klavier und Streichorchester

  • «Die Sonnenseite des Klaviers»

Das «junge kammerorchester ostschweiz» ist besetzt mit jungen Ehemaligen des Jugend­orchesters Oberthurgau und des Toggenburger Jugendsinfonieorchesters «il mosaico». Als Konzertmeisterin wird in diesem Jahr Clarigna Küng mitwirken. Seit 2005 konnte das «junge kammerorchester ostschweiz» jährlich durch verschiedene musikalische Projekte sowohl seine Mitglieder als auch das Publikum begeistern. Neben der grossen Leidenschaft des Orchesters, dem reinen Streicherklang, haben sich die jungen Musikerinnen auch immer wieder auf verschie­dene Besetzungen und Stilrichtungen eingelassen. Darunter sind zum Beispiel verschiedene Projekte mit dem Kinderchor Kaltbrunn und ein Radio-Beromünster-Programm mit der Atlantis BigBand.

Raphael Maximilian Honegger

studierte trotz einer vielversprechenden musikalischen Ausbildung Physik an der ETH Zürich, bevor er bei Prof. Johannes Schläfli an der Hochschule der Künste Zürich erfolgreich das Stu­dium in Orchesterleitung abschliessen konnte. Zudem besuchte er zahlreiche Meisterkurse bei namhaften Dirigenten. Neben dem «jungen kammerorchester ostschweiz» leitet er das Kammerorchester Kloten, die Musikgesellschaft Fehraltdorf und das Streichorchester «Capella dei Giovani» in Aarau.

Susanne Bolt

tritt solistisch und kammermusikalisch in verschiedenen Formationen und Stilrichtungen auf und ist Dozentin für Klavier an der pädagogischen Hochschule St. Gallen. Zudem ist sie Präsidentin und aktives Mitglied des «jungen kammerorchesters ostschweiz», wo sie an­sonsten mit der Geige oder der Bratsche mit­musiziert. Seit Sommer 2015 lebt sie in Urnäsch.

Noldi Alder

ist der erste Kulturpreisträger des Kantons Appenzell Ausserrhoden und hat sich in den letzten Jahren je länger je mehr einen Namen als Komponist gemacht.Für das «junge kammerorchester ostschweiz» schrieb er die «Suite für Klavier und Streich­orchester ». Eine Form und eine Besetzung also, die es bisher in dieser Art noch nicht gegeben hat und somit eine absolute Neuheit darstellt.

Foto: Vocalensemble Cantemus

Béatrice Rogger,
Sergio Pastore St.Gallen

234. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

22. Jan. 2017 Sonntag 18.30 Uhr

Temperamentvolle spanische und süd­amerikanische Musik

  • Beatrice Rogger – Querflöte
  • Sergio Pastore – Gitarre

Ferdinando Carulli (1770–1841)

  • Serenade C-Dur
  • Largo
  • Allegro

Maurice Ravel (1875–1937)

  • Habanera

Jacques Ibert (1890–1962)

  • Entr’acte

Celso Machado (1953*)

  • Quebra Queixo

Heitor Villa-Lobos (1887–1959)

  • Bachianas Brasileiras No. 5

Ahmed El-Salamouny (1955*)

  • Chôro Am

Enrique Granados (1867–1916)

  • Danza Espagnola No 5

Isaac Albéniz (1860–1909)

  • Mallorca

Manuel de Falla (1876–1946)

  • Danza Espagnola No 1

Astor Piazzolla (1921–1992)

  • Nightclub 1960
  • Café 1930
  • Libertango

Das Duo Sergio Pastore, Gitarre, und Béatrice Rogger, Flöten, überzeugt in seinen Konzerten immer wieder durch das feinfühlige, harmo­nische Zusammenspiel. Sie füllen die Musik mit Leichtigkeit, Melancholie und sehr viel Einfühlungsvermögen.

Beatrice Rogger

ist in St.Gallen aufgewachsen. Sie studierte Querflöte an der Hochschule der Künste in Zürich bei Kiyoshi Kasai und schloss mit Auszeichnung ab. Anschliessend erlangte sie das Konzert­reifediplom an der Musikhochschule Basel bei Kiyoshi Kasai. Danach besuchte sie Meisterkurse bei K. Pratt, C. Klemm, P. Racine und A. Nicolet. Sie ist Gewinnerin des PreisesOrpheus-Konzerte im Jahr 1997. Sie hat eine sehr breite und umfangreiche Konzerttätigkeit als Solistin mit Orchester sowie in verschiedenen Kammermusik­formationen im In- und Ausland. Seit 2014 betreibt sie eine eigene Förderschule in St.Gallen mit dem Namen «Taktart».

Sergio Pastore

ist in Italien geboren und in der Schweiz auf­ge­wachsen. Er studierte klassische Gitarre am Konservatorium Biel. Danach nahm er an Meisterkursen bei A. Ponce, D. Russell und A. Pierri teil. Weiterbildung an der Jazzschule St.Gallen bei U. Gasser. Er pflegt seit längerem die südamerikanische und die spanische Gitarrenmusik; umfangreiche Konzerttätigkeit in diversen Bereichen: als Solist und mit diversen Ensembles, Chor-Projekte und Musicals, sowohl in E- und U-Musik. Seit 1995 Lehrtätigkeit an der Kantonsschule Trogen.

Foto: B. Rogger und S. Pastore

quintetto animato Zürich

235. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

26. Feb. 2017 Sonntag 18.30 Uhr

Von Mozart bis Mendelssohn

  • Erich Meili – Violine
  • Christiane Kegelmann – Violine
  • Anna Katharina Rebmann – Viola
  • Sebastian Vogel – Viola
  • Jürg Bachmann – Violoncello

Franz Schubert (1797–1828)

Ouvertüre in c-moll für Streichquintett D8

  • Largo
  • Allegro

W. A. Mozart (1756–1791)

Adagio für Streichquintett F-Dur KV 411

Anton Bruckner (1824–1896)

Intermezzo für Streichquintett d-moll

  • Largo

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847)

Streichquintett A-Dur op. 18

  • Allegro con moto
  • Intermezzo: Andante sostenuto
  • Scherzo: Allegro di molto
  • Allegro vivace

Die Ouvertüre für Streichquintett in c-Moll D8 (1811) ist Schuberts früheste Kammermusikkomposition. Zu den Werken Mozarts, welche ein Schattendasein führen, gehört auch das Adagio für 2 Klarinetten und 3 Bassetthörner aus dem Jahre 1783. Franz Beyer hat das wunderschöne Stück 1976 für Streichquintett bearbeitet. Das Intermezzo in d-Moll, entstanden im Dezember 1879, wurde erst nach Bruckners Tod als eigenständiges Werk uraufgeführt. Mendelssohns erstes Streichquintett entstand im Jahr 1826. Mit dem «Intermezzo» schrieb er sich den Schmerz über den Tod seines Geigenlehrers Eduard Rietz von der Seele.

Das «quintetto animato» hat es sich zur Aufgabe gemacht, Perlen der klassischen Kammer­musik auch ausserhalb der grossen Musik­zentren aufzuführen

Erich Meili,

geboren in Dielsdorf/ZH. Prägende Lehrer waren J. R. Widmer, A. v. Toszeghi, A. Ehrismann, G. Larsens, L. Joho, J.s Balkany und H.-H. Schneeberger. Primarius der Streichquartette «Buon­amici» und «quartetto animato».

Anna Katharina Rebmann

geb. in Brüttisellen/ZH, Studium der Viola bei Marcel Gross und Christoph Schiller. Heute widmet sie sich hauptsächlich der Unterrichtstätigkeit. Als Stimm­führerin ist sie im Collegium Instrumentale Dom St.Gallen, im Stradis Orchester und im Kammerorchester Steckborn tätig. Sie ist Mitglied mehrerer Kammermusikformationen.

Jürg Bachmann,

geboren in Winterthur, studierte bei Markus Stocker in Winterthur und J. Eichenberger in Zürich. Aktuell ist er Stimmführer im Stradis Orchester und im Kammerorchester Steckborn. Als Kammermusiker ist er in mehreren Formationen tätig und pflegt seit einigen Jahren das Musizieren auf dem Barockcello.

Sebastian Vogler,

aufgewachsen in Wallisellen/ZH. Violinstudium bei O. Corti in Zürich. Heute ist er Konzertmeister der Camerata Salonistica unter M. Schläpfer und Solobratschist in der Camerata Helvetica unter U. Schneider. Mitglied im Thurgauer Barock­ensemble, im Stradis Orchester und der Operette Sirnach als Bratschist oder Violinist. Der Kammermusik gilt sein besonderes Interesse, welches er mit seinem «seda-quartett» und weiteren Formationen auslebt.

Foto: Markus Bischof Trio

Sarastro Quartett Winterthur

236. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

26. März 2017 Sonntag 18.30 Uhr

Schumanns Schatten

  • Ralph Orendain – Violine
  • Roman Conrad – Violine
  • Hanna Werner-Helfenstein – Viola
  • Lehel Donath – Violoncello
  • Daniel Fueter – Sprecher

Robert Schumann (1810–1856)

Die Ballade vom Heideknaben, op.122.1, Friedrich Hebbel

  • arrangiert für Streichquartett von Lehel Donath

Streichquartett op.41 Nr.3

  • Andante espressivo, Allegro molto moderato
  • Assai agitato
  • Adagio molto
  • Finale, Allegro molto moderato

Streichquartett op.41 Nr.1

  • Adagio

Wer machte dich so krank?, op.35,
Justinus Kerner

  • arrangiert für Streichquartett von Lehel Donath

Daniel Fueter liest aus dem Buch von Peter Härtling «Schumanns Schatten». «Ich habe über Schubert geschrieben und über Hölderlin. Dabei habe ich nie an Schumann gedacht.» Peter Härtling erzählt vom Leben und Sterben des zerrissenen und genialen Komponisten Robert Schumann (1810–1856): von der Kindheit in Zwickau, vom Studium und von der Arbeitin Leipzig, Heidelberg, Dresden und Düsseldorf, von Begegnungen mit Heine und Wagner, von der Freundschaft mit Mendelssohn und Brahms, von diversen Liebschaften und der grossen Liebe zu Clara Wieck, die er gegen alleWiderstände 1840 heiratete. Stationen seiner Biographie und Schilde­rungen aus den letzten beiden Lebensjahren des an Syphilis Erkrankten wechseln einander ab.

Aufnahmen und Gesamteinspielungen von Komponisten wie Eugène d’Albert, Camille Saint-Saëns, Constantino Gaito und Paul Juon ebneten dem Ensemble den Weg auf viele in- und ausländische Konzertbühnen und sie wurden international ausgezeichnet

Das Sarastro Quartett wurde 1994 gegründet. Drei seiner Mitglieder sind seit damals als Konzertmeister, 1. Geiger und stellvertretender Solocellist im Musikkollegium Winterthur, einem der traditionsreichsten und vielseitigsten Klangkörper der Schweiz, tätig. Die Bratschistin stiess als freischaffende Musikerin im Jahr 2001 zum Ensemble.

In zahlreichen Konzerten in der Schweiz und im Ausland kann das Sarastro Quartett seither seine Hauptanliegen verwirklichen: eine Programmgestaltung mit Bezügen der Werke oder ihrer Komponisten untereinander – und eine Wahl von Konzertorten, welche durch ihre besondere Ausstrahlung die Verbundenheit zwischen Interpreten und Publikum begünstigen und das Konzert zu einem persönlichen Erleb­nis werden lassen.

Foto: Appenzeller Kammerorchester