Urnäscher Kirchenkonzerte Programm 50. Saison/Abschlusssaison

Orchester­werk­statt Appenzell

241. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

6. Jan. 2019 Sonntag 17.00 Uhr

Neujahrskonzert 2019 – Perlen aus der Orchestermusik

  • Bernhard Parz – Klavier
  • Roman Walker – Leitung

Klavierkonzert Nr. 2 in As-Dur

  • John Field (1782–1837)

Havanaise, op. 83 in E-Dur

  • Camille Saint-Saëns (1835–1921)

Introduction und Rondo Capricioso,
op. 28 in a-Moll

  • Camille Saint-Saëns (1835–1921)

Ballettmusik aus Rosamunde, op. 26

  • Franz Schubert (1797–1828)

Die 2014 gegründete Orchesterwerkstatt Appenzell führt Profis und Laien in wunderschönen Konzerten zusammen. Vor allem ermöglicht der Klangkörper jungen Leuten, Erfahrungen in einem Sinfonieorchester zu sammeln.

Bernhard Parz

Geboren 1979, erhielt er seine pianistische und musikalische Ausbildung an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst sowie am Konservatorium der Stadt Wien. Nach verschiedenen Wettbewerbserfolgen und einer Konzert- und Unterrichtslaufbahn, die ihn mehrfach durch Europa, sowie nach Fernost und Südamerika führten wurde er 2009 an die Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien berufen, als jüngster Professor für Klavier seit Bestehen der Universität.

Er leitet Klavier-Meisterklassen in verschiedensten Ländern der Welt, seit nun 10 Jahren auch beim legendären «Wiener Musikseminar».

Mit seiner Familie lebt er seit 2009 in Zürich. Seither tritt er auch regelmässig in der Tonhalle Zürich auf, als Solist und Kammermusiker.

Bernhard Parz ist ein Botschafter der Wiener Klangkultur, er gilt als Meister des speziellen Wiener Klanges, der jeder Nuance durch Sprache und Seele Ausdruck verleiht. Neben Unter­richten und Konzertieren sind ihm auch das Engagement für Musikvermittlung und Nachwuchskünstler ein grosses Anliegen. Davon erzählen seine vielgelobten Konzerte mit Moderation, auch an ungewöhnlichen Veranstaltungsorten.

Foto: Orchesterwerkstatt Appenzell

Appenzeller Space
Schöttl Wittenbach, Trogen

242. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

Vorverkauf bis 17. März 2019

24. März 2019 Sonntag 17.00 Uhr

Abschlusskonzert Teil 1

  • Töbi Tobler – Hackbrett, Stimme
  • Ficht Tanner–Bassgeige, Stimme

Die beiden Musiker haben sich mit ihrem «Appenzeller Space Schöttl» in den Achtziger- und Neunzigerjahren einen Namen gemacht und die Musikszene einzigartig aufgefrischt. Ein Zeuge jener Zeit ist die vergriffene CD-Aufnahme «Herbstimprovisationen» sowie die LP «Appenzeller Space Schöttl».

Von Anfang an pflegten die beiden Musiker die Authentizität der eigenen musikalischen Sprache. Das Repertoire bestand einerseits aus traditioneller Appenzellermusik und andrerseits aus frei improvisierter Musik. Diese beiden «Schienen» vermischten sich im Laufe der Zeit.

Voll motivierte Musiker und hell begeistertes Publikum sind heute das Resultat ihrer lang­jährigen Laufbahn.

Töbi Tobler

Der 1953 geborene Hackbrettspieler Töbi Tobler gilt als Pionier und Erneuerer des Hackbrettspiels. «Toblermit», «Appenzeller Space Schöttl» und «Das Neue Original Appenzeller Streich­musik Projekt» sind zukunftweisende Bands in seiner Karriere. Er pflegt eine eigene, attraktive Musiksprache zwischen intuitiver Improvi­­sa­tion und urchiger Appenzeller Tradition. Theaterproduktionen u.a. der legendären Tell­spiele in Altdorf 2008 mit Regisseur Volker Hesse sind Zeugen seines offenen Geistes.

Ficht Tanner

Der 1952 in Trogen geborene Ficht (Urs) Tanner machte seinen Spitznamen «Ficht» zum Vor­namen. Ursprünglich Schriftsetzer, wurde er Musiker, sang seine eigenen Lieder zur Bass­geige, improvisierte und legt nach wie vor Wert auf eigene Harmonie, aus welcher alles erwächst – Musik ebenso wie bildhafte Kunst.

Foto: Appenzeller Space Schöttl

Noldi Alder, Susanne Bolt Urnäsch

Abschlusskonzert Teil 2

Einheimische, zugewanderte, ausgewanderte und zurückgekehrte Musik.

  • Noldi Alder – Geige, Hackbrett, Stimme
  • Susanne Bolt – Klavier, Geige, Bratsche, Stimme

Noldi Alder, als Querdenker bekannt, stammt aus der Volksmusikdynastie. Ebenso wie er als Mensch mit der Natur verwachsen ist, sind es seine Kompositionen und seine Improvisa­tionen. Egal, ob er an der Geige, am Hackbrett oder mit der Stimme experimentiert, besticht seine Musik mit ehrlicher und lebensfreudiger Phantasie. Susanne Bolt ist mit ihrem Haupt­instrument, dem Klavier, hauptsächlich in der klassischen Musik zu Hause. Mit der Geige und der Bratsche ist sie ebenso gerne in Orchestern am Spielen wie in Volksmusik-Formationen. Die Breite des Repertoires von Susanne Bolt und Noldi Alder bewegt sich zwischen der Klassik und der Volksmusik und besteht hauptsächlich aus Eigenkompositionen. Die Arrangements sind auf die verschiedenen Besetzungen zugeschnitten, die aus der Instrumentenvielfalt der beiden Musizierenden entsteht. Gespannt darf man auch auf ihre Jodelstimmen sein.

Susanne Bolt

ist in Wildhaus aufgewachsen und erhielt ihren ersten Musikunterricht mit fünf Jahren an der Violine. Bereits in der Primarschulzeit entdeckte sie das Klavier für sich. Nach dem Lehrdiplom bei Adrian Oetiker an der Hochschule für Musik in Basel schloss sie das Konzertdiplom bei Eckart Heiligers an der Zürcher Hochschule der Künste erfolgreich ab. Mit ihrem Hauptin­stru­ment, dem Klavier, ist sie hauptsächlich in der klassischen Musik zu Hause. Mit der Geige und der Bratsche spielt sie ebenso gerne in Orchestern wie in Volksmusik-Formationen. Seit 2010 ist sie Dozentin für Klavier an der Pädagogischen Hochschule St.Gallen in Rorschach.

Noldi Alder

erhielt den ersten Musikunterricht mit sieben Jahren an der Violine. Nach einer Handwerks­ausbildung im Mühlenbau und einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Geigenbau widmete er sich erst im Alter von 35 Jahren wieder voll und ganz seiner grossen Leidenschaft und absolvierte ein Musikstudium mit dem Hauptfach Violine bei Paul Giger. Seit 1996 ist Noldi Alder freischaffend in den Bereichen Klassik, Volks­­musik, Salonmusik, Komposition und Arrangement tätig. Ebenso, wie er als Mensch mit der Natur verwachsen ist sind es seine Komposi­tionen und seine Improvisationen. Egal, ob er an der Geige, am Hackbrett oder mit der Stimme experimentiert, besticht seine Musik mit ehr­licher und lebensfreudiger Phantasie. Noldi Alder ist der erste Kulturpreisträger des Kantons Appenzell Ausserrhoden.

Foto: Noldi Alder und Susanne Bolt

Trio
Anderscht Ostschweiz

Abschlusskonzert Teil 3

Das Trio ANDERSCHT bringt mit seinem Programm schlagfertig überraschende Stilrichtungen zusammen, sprengt stilistische Ketten, swingt im Blues, funkt im Appenzeller-Stil, schwelgt in der Klassik oder rockt in den 70ern. ANDERSCHT zeigt, dass auf dem Hackbrett viel mehr möglich ist als Traditionelles und Hörgewohntes.

  • Andrea Kind – Hackbrett
  • Fredi Zuberbühler – Hackbrett
  • Roland Christen – Kontrabass

Klassik, Jazz, Improvisationen, Musik von West nach Ost, aber auch eigene Kompositionen und Arrangements – mit ihren traditionellen, aber grösseren Hackbrettern auf ihre unverkenn­- ­bare Art interpretiert – lassen erahnen, dass sich Anderscht nicht leicht in eine bestimmte Musikrichtung einordnen lässt. Trotz all ihrer musikalischen Ausbrüche stehen die drei zu ihren appenzellischen Wurzeln und ihrer ursprüng­lichen Musikkultur.

Andrea Kind

Andrea Kinds ganze Passion gilt dem konzertanten Hackbrettspiel auf der Bühne. Ihr virtuoses Spiel ist nicht zuletzt von der Zigeunermusik geprägt. Ihr Temperament und ihre spielerische Ausdrucksstärke sind über alle Musikstile bis hin zur klassischen Literatur wiedererkennbar. Sie komponiert und arrangiert auch für Hackbrett.

Fredi Zuberbühler

Ein Appenzeller-Vorderländer, der seine Kultur liebt, aber ebenso gerne musikalische Grenzen auslotet. Seine Experimentierfreudigkeit und Liebe zur Improvisation bringt er auch in seinen Anderscht-Arrangements zum Ausdruck. Als Hackbrettlehrer vermittelt er sein Wissen auch an seine Hackbrettschüler/innen.

Roland Christen

Wohnhaft in Degersheim. Ist in St.Gallen, nahe an der Grenze zu Appenzell Ausserrhoden, aufgewachsen. Ein eidg. dipl. Jazzmusiker zwar, doch mit grosser Erfahrung in Bands von Jazz über Rock bis Salsa. Seine musikalische Vielseitigkeit kann er bei Anderscht als Bassist voll ausleben.

Foto: Trio Anderscht