Urnäscher Kirchenkonzerte Programm 49. Saison

Ralf Benschu
Jens Goldhardt

237. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

5. Nov. 2017 Sonntag 18.30 Uhr

Musik für Saxophon & Orgel

  • Jens Goldhard – Orgel
  • Ralf Benschu – Saxophon

Astor Piazolla (1921-1992)

1) Vuelvo al sur (Tango)

2) Chiquilin de Bachin (Slow Waltz)

3) Marron y Azul (Tempo di Tango)

Ralf Benschu

durch den Wind

Ralf Benschu

Elemente

  • 1. Wasser – 2. Feuer – 3. Erde – 4. Luft

Johann Joachim Quantz (1697–1773)

Sonate e-moll

  • 1. Adagio – 2. Allegro – 3. Grazioso – 4. Vivace

Vater unser

Melodie: Salzburg vor 1396 /
Martin Luther 1538

Ralf Benschu

Abspann

Was entsteht, wenn ein klassisch ausgebildeter Kirchenmusiker und ein im Rock- und Jazz­bereich tätiger Saxophonist aufeinander treffen – wenn zwei völlig unterschiedliche Auffassungen im Umgang mit Musik zusammenstoßen? Wurde dem einen die Angst vor Bach genommen, so fand der andere den Mut und die Lust am Improvisieren.

Mit den Klangfarben und Soundmöglichkeiten der Instrumente wurde experimentiert. So wird es durch ein feinfühliges Registrieren der Orgel für den Zuhörer mitunter schwer, die Grenze zwischen Saxophonklang und Orgelsound wahr­zunehmen. Beim Musizieren bewegt sich Ralf Benschu im Raum und nutzt somit die eigene Akustik jeder Kirche. Auf diese Weise entstehen für den Hörer neue Klangeindrücke und die Starre eines «gewöhnlichen» Kirchenkonzertes wird auf­gehoben.

Ralf Benschu

1962 in Potsdam geboren, studierte er Saxophon und Klarinette an der Musikhochschule «Hanns Eisler» Berlin. Seit 1986 ist er als freiberuflicher Musiker tätig, von 1990–2008 war er Mitglied der Gruppe «Keimzeit». Zudem spielt er in verschiedenen Besetzungen: Gitarre & Saxophon, Saxophonquartett «Meier’s Clan» und hat Lehraufträge an der Universität und Musikschule Potsdam.

Jens Goldhardt

1968 in Weida/Thüringen geboren, Studium der Kirchenmusik ab 1985 in Eisenach und Halle. 1992 Abschluss mit A-Examen und «Auszeichnung» im Fach Orgel. Anschließend 15 Jahre als Kirchenmusiker an der Stadtkirche St.Trinitatis in Sondershausen tätig, seit 2007 auch an der Margarethen­kirche in Gotha. Er konzertiert in zahlreichen kammermusikalischen Besetzungen und als Solist.

Foto: Ralf Benschu und Jens Goldhardt

Orchester­werkstatt Appenzell

238. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

21. Jan. 2018 Sonntag 18.30 Uhr

Mit der Königin auf Reisen

  • Barbara Enz – Klarinette
  • Dieter Hubov – Orgel
  • Roman Walker – Leitung

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Fantasie und Fuge in A-Dur, BMV 561

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Kirchensonate in C-Dur, KV 329

Josef Gabriel Rheinberger (1839–1901)

Orgelkonzert Nr. 1 in F-Dur, op. 137

  • Maesto, Andante, Finale: Con moto

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Klarinettenkonzert in A-Dur, KV 622

  • Allegro, Adagio, Rondo-Allegro

Hinweis: Familienkonzert:
Sonntag, 12. November 2017, 17 Uhr

Ein halbstündiges Konzert für die ganze Familie, das durch eine kindgerechte Moderation auch musikpädagogischen Wert hat.

Die Orchesterwerkstatt Appenzell lädt zur Zeitreise mit der Königin der Instrumente ein. Somit steht die Orgel im Zentrum des Geschehens.

Die 2014 gegründete Orchesterwerkstatt Appenzell führt Profis und Laien in wunderschönen Konzerten zusammen. Vor allem ermöglicht der Klangkörper jungen Leuten Erfahrungen in einem Sinfonieorchester zu sammeln.

Barbara Enz

wurde 1985 geboren, ist Primarlehrerin und begann mit 9 Jahren Klarinette zu spielen. Sie entwickelte ihre musikalische Ausbildung stetig weiter. Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben und Meisterkursen. Seit 2015 spielt sie im Jugendorchester Thurgau.

Jürg Schmid

ist Primalehrer und absolvierte sein Lehrdiplom Akkordion bei Max Ruch und Yolanda Schilbe mit verschiedenen Weiterbildungskursen. Weitere Ausbildungen in Chorleitung, Blasmusik und Schwyzerörgeli folgten. Seine heutige Tätigkeit umfasst diverse Auftritte in St.Gallen, Gais, Sirnach und das Dirigieren und Leiten von Pro­duk­tionen. Als Organist ist er als Freelance u.a. in Appenzell tätig.

Foto: Orchesterwerkstatt Appenzell

Isabelle Freymond
Simon Stettler
Aydin Arslan

239. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

25. Feb. 2018 Sonntag 18.30 Uhr

Undine, eine musikalische Erzählung nach F. de la Motte Fouqué
Adaption: Simon Steiler

  • Isabelle Freymond – Erzählung
  • Simon Stettler – Klarinette
  • Aydin Arslan – Klavier

Carl Reinecke (1824–1910)

Undine – Sonate für Klarinette und Klavier

  • Allegro, Allegretto grazioso, Andante molto tranquillo

Alban Berg (1855–1935)

Vier Stücke für Klarinette und Klavier

  • Sehr rasch, Mässig, Langsam, Sehr langsam

Maurice Ravel (1875–1937)

Gaspard de la nui

Ondine

Undine ist ein Elementargeist und damit weder ganz Natur noch ganz Geist. Durch die Heirat mit einem Menschen wird aus ihr ein beseeltes Wesen. Doch mit der Seele kommt auch das irdische Leid über sie. Fouqués »Undine« ist wohl das schönste Kunstmärchen der Romantik und verzaubert seit zweihundert Jahren durch das Schicksal des anmutigen Mädchens aus dem Wasserreich.

Isabelle Freymond

wurde 1980 in Biel geboren. Nach ihrer mehr­jährigen Tätigkeit als Lehrerin lässt sie sich 2009 an der Ecole Internationale de Théâtre LASSAAD in Bruxelles zur Schauspielerin ausbilden und er­hielt den Stipendiumspreis des Bewegungs­theatertalentwettbewerbs des Migros Kulturprozent. Sie ist als freischaffende Schauspielerin tätig und in diversen freien Theatergruppen zu sehen.

Simon Stettler

ist in Bern aufgewachsen, heute lebt er in Biel. Seine Studien führten ihn zunächst nach La Chaux-de-Fonds, Zürich und schliesslich nach Freiburg im Breisgau. Verschiedene Meister­kurse, etwa bei Sabine Meyer, Philippe Cuper und Frédéric Rapin, rundeten seine Ausbildung ab. Simon Stettler unterrichtet Klarinette und Kammermusik an der Ecole Jurassienne et Conservatoire de Musique.

Aydin Arslan

wurde 1978 in Lausanne geboren. Er beginnt bereits im Kindesalter mit dem Klavierspiel. 1992 wird er Schüler von Edith Fischer und erwirbt in der Folge das Lehrdiplom, das «Performance Diploma» der London Guildhall School of Music mit der Auszeichnung «her­vorragend» und absolviert eine kammermusika­lische Zusatz­ausbildung am Konservatorium La Chaux-de-Fonds. Daraufhin geht er an das «Royal Conservatory of Music« in Toronto in die Klassen von André Laplante und Marc Durand. Heute widmet er sich der Kammermusik, der Korrepetition und der Lehrtätigkeit.

Foto: Isabelle Freymond, Simon Stettler, Aydin Arslan

Orgel und Barock­trompeten­ensemble Ostschweiz

240. Urnäscher Kirchenkonzert
Evangelisch-reformierte Kirche Urnäsch

18. März 2018 Sonntag 18.30 Uhr

Barocktrompeten und Orgel

Anonym

Aufzug des Augsburger Trompeter­automaten von 1582

Anonymus

Sonata à 5 Clarini e Organo

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Englische Suite BWV 809

Bartholomäus Riedl (1650–1688)

… ein langer und schöner Aufzug/

… ist ein schöner Aufzug und noch ganz Ney gar selten bey Hof gemacht

Philidor Cadet (1657–1708)

Marche de Timbales

Bartolomäus Riedl (1650–1688)

Aufzug Nr. 4, Aufzug Nr. 2

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Englische Suite BWV 809

Anonymus (Torelli School)

Sinfonia à 2 Trombe

Johann Sebastian Bach (1685–1750)

Englische Suite BWV 809

Anonymus (Ungarn 1792)

Serenata C-Dur

Johann Ernst Altenburg (1734–1801)

Intrada, Choral, Polonaise, Gigue

Georg Friedrich Händel (1685–1752)

Ouverture zur Wassermusiksuite

Das Barocktrompetenensemble Ostschweiz gründete sich auf Initiative von Gabriel Meyer Hétu und Daniel Bietenhader. Sechs Trompeterinnen und Trompeter und ein Paukist engagieren sich seither gemeinsam, die wunderbare und grösstenteils unbekannte Musik im Konzert erklingen zu lassen. Mit Leidenschaft widmet sich das Ensemble einem musikalischen Erbe aus der Zeit der Hoch­blüte der Trompete.

Kaspar Wagner

ist Kirchenmusiker und Hauptorganist an der evangelischen Kirche in Herisau. Er pflegt eine vielfältige Konzerttätigkeit mit Gesamtauf­führungen der Werke von Bach, Franck, Schumann, Liszt, Guilmant und Hakim. Pädagogisch wirkt er als Instrumental- und Gesangslehrer, sowie als Dirigent von mehreren Chören. Ausserdem setzt er sich für einen zeit­gemässen Orgelbau ein und ist dort nebst seinen Studien zu «frischer Wind für alte Pfeifen» auch in der Entwicklung tätig.

Foto: Orgel und Barocktrompetenensemble